Ein kleiner Schluck geht doch, oder nicht …?

Im Jahr 2015 lieferte eine Studie erschütternde Ergebnisse. Ihr zufolge fanden 18 % der Befragten, dass der gelegentliche Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft okay sei. Ganze 10 % der Befragten wussten gar nicht, dass Alkohol in der Schwangerschaft dem Kind sehr schadet. Welche Konsequenzen der Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft auf das Baby haben kann haben wir hier zusammengefasst.

Alkohol in der Schwangerschaft

Verschiedene Studien über Alkohol in der Schwangerschaft

Alle Jahre wieder tauchen sie auf. Die Studien über Alkohol in der Schwangerschaft. Und weil die Ergebnisse der Studien auch alle Jahre wieder verschiedene Ergebnisse liefern, ist das Thema inzwischen auch umstritten. Eine Studie aus dem Jahr 2015 zeigte, dass die Mehrheit der Befragten klar gegen Alkohol während der Schwangerschaft sprach. Gehen wir aber nur ein bisschen weiter zurück finden wir im Jahr 2013 schon einen ganz anderen Bericht aus der Süddeutschen Zeitung. Laut diesem Bericht soll der Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft gar keine Folgen für das Baby haben. Aber auch wenn die Meinungen auseinandergehen warnt dennoch die große Mehrheit vor den Gefahren für das Baby durch den Alkoholkonsum der Mutter.

Gefahren und mögliche Folgen durch den Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft

Falls die Frage im Raum steht, ob die Schwangere sich nicht doch mal einen Schluck zwischendurch genehmigen kann sollte sie sich die Risiken für ihr ungeborenes Kind vor Augen führen:

Das Fatale Alkoholsyndrom (FAS) ist die schwerste Form, die beim Neugeborenen auftreten kann. Das Baby kann dann an schweren Behinderungen leiden, die durch den Verzicht vom Alkohol während der Schwangerschaft hätten vermieden werden können. Organische Fehlbildungen, verzögertes Wachstum oder emotionale Störungen sind nur ein paar Beispiele, die durch den Alkohol beim Baby ausgelöst werden können. Die Liste der Folgen für das Neugeborene lässt sich aber noch erweitern. Schwere geistige und körperliche Schäden können zum Beispiel sein:

  • Hirnschäden,
  • Wachstumsstörungen,
  • Fehlbildungen im Gesicht,
  • Fehlbildungen der inneren Organe oder
  • Herzfehler.

Sind die Schäden beim Neugeborenen nicht ganz so gravierend, sprechen Ärzte vom Fatalen Alkoholeffekt (FAE). Auch wenn die Folgen nicht ganz so schwer sind wie beim FAS sind sie trotzdem nicht weniger belastend für Eltern und Kind. Auffälligkeiten wie Hyperaktivität, Leistungs- und Merkschwächen oder gestörte Fein- und Grobmotorik können beim FAE Auswirkungen durch den Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft sein.

Das erhöhte Risiko einer Fehlgeburt

Bereits geringe Mengen von Alkohol in der Schwangerschaft schaden dem Baby. Wenn sich Schwangere gelegentlich einen Schluck Alkohol gönnen sind aber nicht nur physische und psychische Schäden beim Neugeborenen die Folge. Auch das Risiko einer Fehlgeburt steigt durch den Alkoholkonsum.

Die Schäden beim Kind müssen nicht eintreten. Auch eine Fehlgeburt muss nicht die Folge sein. ABER: Man muss das Schicksal auch nicht herausfordern. Ob man ausprobieren möchte was tatsächlich passiert, wenn man als Schwangere zur Flasche greift, sollte gut überlegt sein. Denn mit dieser Entscheidung muss man nicht nur selbst leben. Sondern auch das Kind. Und diesem wurde dann die Entscheidung noch vor der Geburt genommen.

Wer sich zu Themen wie der richtigen Ernährung in der Schwangerschaft unsicher ist sollte sich von Experten beraten lassen. Die besten Anlaufstellen dafür sind Ärzte und Hebammen. Sie können mit ihrem Wissen beraten und informieren. Aber auch Unsicherheit und Angst nehmen.

 

Foto: pixabay.com © canidiamesa (CC0 Creative Commons)

 

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