Braucht man Folsäure zur Vorbereitung auf die Schwangerschaft wirklich?

Lässt man sich in der Apotheke beraten, erhält man oft sündhaft teure Folsäureprodukte als Empfehlung. Diese sind in der Regel um Vitamine und andere wichtige Nährstoffe angereichert. Aber ist das wirklich notwendig? Vor allem aber: Ist Folsäure schon zur Vorbereitung auf die Schwangerschaft wichtig?

Folsäure

Was steckt eigentlich hinter der Empfehlung “Folsäure ab Kinderwunsch”?

Folsäure soll bereits ab der ersten Schwangerschaftswoche für die Entwicklung des Embryos wichtig sein. Laut der Deutschen Apothekerzeitung kann ein Mangel an Folsäure zu verschiedenen Risiken in der Schwangerschaft und für das Baby führen, zum Beispiel:

  • Plazentaablösungen,
  • niedriges Geburtsgewicht,
  • Fehl- oder Frühgeburten,
  • Fehlbildungen wie Spina bifida (offener Rücken) oder
  • Missbildungen am Herzen oder Harnwegstrakt.

Die Sache mit den Nahrungsergänzungsmitteln in der Schwangerschaft

Mit einer gesunden und ausgewogenen ernähren geht man den ersten Schritt in die richtige Richtung. Gerade in der Schwangerschaft sollte man darauf besonders achten. Denn zu viele Ergänzungsmittel sind auch nicht gut für den Körper (und das Baby).

Manche Mittel sind aber vom Arzt empfohlen. Dazu gehört auch die Folsäure. Diese bekommt man in Form von Tabletten (mit und ohne Rezept) in der Apotheke. Unterschiede gibt es dabei nicht nur im Preis, sondern auch bei den Inhaltsstoffen. An sich müsste ein reines Folsäure Präparat gut ausreichen. Erweiterungen um Vitamine (die das Mittel übrigens auch teurer machen) sind nicht unbedingt nötig.

Da jeder Körper anders tickt und fast jede Schwangerschaft anders verläuft sollte man sich für die richtigen Folsäure Tabletten direkt von seinem zuständigen Frauenarzt beraten lassen. Der Arzt kann auch prüfen ob man weitere Mittel einnehmen sollte. Zum Beispiel Vitamine oder Magnesium.

Und Bitte: Bloß nicht nach Tipps googlen oder auf Hörensagen verlassen wenn es um die Gesundheit von Mutter und Kind geht! Das gilt auch für die Ernährung in der Schwangerschaft.

Warum das Internet eine schlechte Quelle für Gesundheitstipps ist …

Ein paar Begriffe und Klicks können ausreichen, um einen in nackte Panik zu versetzen. Das Internet bietet eine scheinbar grenzenlose Wahl an Beiträgen und Ratgebern. Auch zu Gesundheit und Schwangerschaft.

Oft findet man auch viele Beiträge darunter, die tödlich endet. Beziehungsweise die beim Freund vom Freund vom Verfasser tödlich ausgegangen sind. Da kann schnell aus Kopfschmerzen ein Tumor werden. Oder aus leichten Schmerzen ein Herzinfarkt

Und auch viele Berichte über Schwangerschaft und Geburt können gerade Schwangere nervös machen. Meist sind die Berichte nämlich nicht die, bei denen alles gut ging. Sondern die, bei denen so ziemlich alles schief gelaufen war, was nur schief gehen konnte.

Daher gilt: Bei Fragen zur Gesundheit und direkt einen Termin beim Arzt ausmachen. Denn der Fachmann weiß den besten und sichersten Rat.

 

Foto: pixabay.com © Bgmfotografia (CC0 Creative Commons)

 

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